06. November 2012 um 6:04 pm · Abgelegt unter konzerte, performance, video
In einer audiovisuellen live Komposition lotet Frequenzwechsel kinematische Charakteristika der Orgel und deren Klangkorrelate aus. Mechanische Grenzbereiche, System-Rauschen, Tempo-Flimmern, akustische Admittanz, Rückkopplung.
Don’t denoise!
ab 19.30 Uhr, Freitag 16. November 2012, Kunst-Station Sankt Peter Köln
COMPUTING MUSIC VIII
http://www.vimeo.com/55381091
Tuba ventosa wurde für die Orgeln der Kunst-Station Sankt Peter in Köln entwickelt.
Die 23 Minuten gespielte Klang- und Bildkomposition basiert auf einer audiovisuellen Rückkoppelung über Video, Mikrofon, Orgel. Der Prozess wird per Händeklatschen initiiert, dieser Impuls startet eine Videorückkoppelung durch ein zufallsgeneriertes Muster. Ein Kantenerkennung Algorithmus moduliert dieses zu visuellen Turbulenzen die die Orgeln steuern. Sechs verschiedene Punkte des Videobildes generieren Daten zur Übersetzung des Visuellen in Midi-Daten und dementsprechend in Noten. Diese sind, wie auch die visuelle Komponente, im kompositorischen Ablauf durch Presets gegliedert. In denen die Auswahl aus den 120 möglichen Registern, Tempi und der Charakter des visuellen Prozess gespeichert sind. Die akustische Entwicklung beeinflusst über das Mikrofon die Parameter des Videofeedback und dadurch die Entwicklung der visuellen Turbulenzen. Dieses komplexe System wird auf Basis der akustischen und visuellen Programmierung live gesteuert und von einem analogen Einsatz an der Winddrossel begleitet. Das in Echtzeit generierte Video wird auf den Boden im Zentrum des Kirchenraums und in das Gewölbe des Seitenschiffs projiziert. Eine dritte Projektion, die Bodenprojektion überschneidend zur Hälfte auf die Seitenwand geworfen, ergänzt den Performance Raum. Videoaufnahmen der Glasoberflächen der Kirche überlagert von einer Visualisierung der akustischen Intensität des Klangereignisses bilden eine, im Oben und Unten aufgelösten Raum, horizontale Konstante.
03. November 2012 um 6:05 pm · Abgelegt unter konzerte, performance
Im Rahmen der SoundART 2012 bespielt Frequenzwechsel die 70 atavistischen Lautsprecher beinhaltenden Wände des WDR Studio 3.
Ab 19 Uhr im WDR Funkhaus am Wallrafplatz, Köln. Eintritt frei.
Verballung 3 wurde im Rahmen der SoundART 2012 produziert: 90 Minuten Klang- und Bildgenerierung, die sich auf den Raum mit seiner optischen und technischen Spezifik wie auch auf den Ort mit seiner historischen Persönlichkeit bezieht.
8 akustische Kanäle werden über die 72 Lautsprecher der Studioanlage verteilt. Als Ausgangsmaterial dienen historische Aufnahmen; Zitate von Komponisten, die mit dem Sudio zu tun hatten (z.B. Mauricio Kagel); ein Plattenspieler; Zugmagneten; analoge Oszillatoren, ein Ringmodulator; Frequenzmodulation; Federhall.. Elemente, die in den 50er, 60er gerade in Köln große Verwendung fanden. Die Verteilung der Quellen über die Lautsprecher im Raum findet über Algorithmus statt, zwar im Autopilot, aber Pegel-getriggered über eine Transientenerkennung, so dass das Programm selbst entscheidet, welche der unterschiedlichen Quellen gerade für die Komposition dominant ist.
Die visuelle Komponente bespielt Wände und Boden des Studios. 3 Videokanäle projizieren auf die Panele und Lautsprecher Kamerabilder in Echtzeit. Die streamings aus 3 Netzwerkkameras werden über Kantenerkennung in feedback gebracht. 2 Videokanäle werden als Bodenprojektion manuell überblendet: eine Aufzeichnung des Raumes wird mit Archivmaterial zu kinetischen Objekten und Displays gemischt.
17. May 2012 um 9:53 pm · Abgelegt unter konzerte, performance, video
http://www.vimeo.com/41868568
Verballung II ist Teil des Programms der Langen Nacht der Museen Düsseldorf 2012: 4 Stunden Klang- und Bildgenerierung, die sowohl performativ wie installativ ausgerichtet sind. Besucher_innen bewegen sich durch den Klang- und Bildraum und werden visuell als Schatten oder als Elemente im Kamerabild in die Arbeit eingebaut.
Gegen die Abschirmung und das Herausfiltern von Rauschen: als leitende akustische Quelle gilt die Verstärkung von elektronischer Emission; mit so genannten sniffers wird die Frequenzemission von elektronischen Geräten detektiert und mit einem stark analogen Ansatz weiterverwertet. Die Sonifizierung von Elektro-Smog wird von der Visualisierung von “Berechnungsrauschen” von GPS-Koordinaten begleitet: obwohl die GPS-Daten-Empfänger ortsgebunden ist, verursacht die Bewegung der Satelliten einen ständig wechselden Berechnungsfehler und variable Koordinatenwerte: diese Variabilität wird zur Bildgenerierung verwertet.
Die 2 Hauptvideokanäle sind auf mehreren Projektionsflächen verteilt; im Raum hängen durchlässige, bedingt bewegliche Raumverteiler aus Projektionsfolie. Ein Videokanal streamt ein Kamerabild aus dem Installationsraum selbst; das Bild wird nach Helligkeitswerten analysiert; die Pixel werden mit dem empfangenen GPS-Koordinaten als Ascii-Zeichen überspielt.
Ein weiterer Videokanal zeichnet Linien in einem virtuellen 3-dimensionalen Raum; als Werte werden die vor Ort empfangenen GPS-Koordinaten nach einem WGS84-Datenmodell verwendet.
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